Bersenbrueck_Wappen_1

Steingräber Westerholte GROSSSTEINGRAB GRUMFELD-OST Das Giersfeld hat aufgrund des hier noch weitgehend geschlossen erhaltenen Bestattungsareals aus der Jungsteinzeit eine hohe Bedeutung für die Geschichte des Landes Niedersachsen. Schon im 19. Jahrhundert wurden viele Gräber von der damaligen Preußischen Landesregierung in Hannover angekauft, um weitere Zerstörung zu verhindern. Das ist in den meisten Fällen auch gelungen. Dieses Grab gehört dazu. Es ging im November 1891 in Staatsbesitz über und wird heute von der archäologischen Denkmalpflege des Landkreises, der Stadt- und Kreisarchälogie Osnabrück, geschützt. Sein heutiger Zustand entspricht dem des 19. Jahrhunderts, als nur noch etwa zwei Drittel der ursprünglich etwa 19m langen Grabkammer vorhanden waren. Von vielen der ehemals 14 Trag- und 6 Decksteinen liegen nur noch Trümmer herum. Ein Hinweis auf die bei dieser Zerstörung angewandte Methode findet sich an einem der ehemaligen Decksteine. Er zeigt noch ein Sprengloch. GROSSSTEINGRAB RICKELMANN II “Das Steingrab Rickelmann II zeigt von allen Großsteingräbern des Giersfeldes am deutlichsten die ehemals geländebeherrschende Lage. Die Erbauer wollten, dass die Anlage schon von Weitem zu sehen war und errichteten sie auf einer hügelartigen Anhöhe. Zu den vielen heute noch sichbaren Findlinge zählen 14 ehemals paarweise angeordneten Trag- und Wandsteine sowie 7 ehemalige Decksteine. Das Innenmaß der Kammer betrug etwa 14 m x 1,80 m. Weitere kleine Findlinge zeigen den Verlauf der ursprünglichen Garbeinfassung sowie den Eingangsbereich an. Unmittelbar nördlich der Grabkammer bestand ursprünglich eine weitere Anlage, entweder ein weiteres Großsteingrab oder ein Grabhügel aus der nachfolgenden Bronzezeit ab 2.000 v. Chr. Heute ist davon nur noch eine flache Erdmulde zu erkennen, in der vermutlich die Steine der Grabkammer standen oder als Überrest einer Raubgrabung im Zentrum des Grabhügels zurückgeblieben ist.” (www.westerholte.de)